Freitag, 3. Januar 2014

Tattoo-Convention Moosburg

Die Tattoo-Convention hat zwar nichts direkt mit Musik zu tun. Aber trotzdem passt das Thema durchaus in meinen Blog, da in der Tattoo-Szene oft auch Verbindungen zu Musik vorhanden sind. Leute, die sich für Musik, gerade Rock und Metal, interessieren, interessieren sich auch oft für Tattoos oder sind selbst tätowiert. 

Vierte Tattoo-Convention in Moosburg
Von 06. bis 08. Dezember fand in der Stadthalle in Moosburg an der Isar bereits zum vierten Mal die Tattoo-Convention statt. Veranstaltet wurde das Event wieder vom Verein „Tattoo Bike’s & Rock’n Roll e.V.“ und dem Moosburger Tattoo-Studio „Bavarian Ink“. Von Freitag 14 Uhr bis Sonntag 17 Uhr war die Halle für die Besucher geöffnet.
Auf einer Ausstellungsfläche von 625 Quadratmetern fanden 35 Aussteller aus den Bereichen Tattoo, Piercing, Bekleidung und Schmuck Platz, wobei die Tätowierer deutlich in der Überzahl waren. Das Angebot war international, wobei aber auch auffällig viele regionale Anbieter anwesend waren. So waren zusätzlich zum bereits erwähnten Mitveranstalter „Bavarian Ink“ mit „Imagination Tattoo“ aus Freising, „Art & Crafts“ aus Au in der Hallertau, „Crown Skull“ aus Attenkirchen und „No Name“ aus Nandlstadt gleich noch vier Studios innerhalb eines Umkreises von 20km um Moosburg vertreten.
Zum internationalen Flair trugen Aussteller aus Österreich, Tschechien und Ungarn bei. Deren Vertreter kamen dabei unter anderem aus den Hauptstädten Wien, Prag und Budapest. Es wurden alle Stilrichtungen bedient, von Oldschool, Tribal, Fantasy bis hin zur polynesischen Stechkunst von „Tattoo Polynesia“ aus Berlin. Eine Besonderheit unter den Anbietern bot der Tattoo-Heimservice „Call a Tattoo“ für München und Umgebung an, bei dem der Tätowierer zum Hausbesuch in die eigene Wohnung bestellt werden kann. 
Vor der Bühne, auf der das Rahmenprogramm stattfand, waren zur Abrundung des Angebots Motorräder von „Iwan Bikes“ aus Pfaffenhofen und „Custom Garage“ aus Eitting ausgestellt.
Das Publikum in der gut besuchten Halle, konnte die Künstler bei ihrer Arbeit beobachten und sich so über Fähigkeiten und Arbeitsweise der einzelnen Protagonisten informieren. Wer Lust hatte, konnte sich spontan gleich selbst an einem der Stände tätowieren oder piercen lassen. Diese Gelegenheit wurde im Bereich Tätowierung zahlreich wahrgenommen, so dass die Tattoo-Artisten gut beschäftigt waren und das surrende Geräusch der Nadeln durchgehend zu hören war. Bei den Piercern war die Nachfrage dagegen eher gering. Die abgetrennten Kabinen, die einen Sichtschutz bieten sollten, blieben überwiegend leer.
Die Gäste, die sich nicht spontan unter die Tätowier- oder Piercingnadel begeben wollten, nutzten die Zeit, um sich zu informieren und Termine bei einem der Studios zu vereinbaren.  
Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, wurde neben der Ausstellung ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Neben den Prämierungen verschiedener Arbeiten, wie „Best Small Tattoo“, „Best Colour“ oder „Best Tribal“ gab es noch einige Showeinlagen. Dabei trat beispielsweise  am Samstag die „Rocking Dance Company“ aus Dingolfing mit ihrer Showtanzgruppe auf. Die Gruppe „Cativeiro Capoeira“ aus Landshut sorgte am Freitag für südamerikanisches Flair mit einer Darbietung des brasilianischen Kampf-Tanzes Capoeira. Für Nervenkitzel an Samstag und Sonntag sorgte die Freakshow von „Lord Insanity“. Der Münchner tritt als eine Art moderner Fakir auf und zieht dabei beispielsweise mit seinen Ohren ein Motorrad mit Fahrer an Ketten durch die ganze Halle.

Nach Abschluss der Convention 2013 zeigten sich die Veranstalter zufrieden und gehen davon aus, dass die Besucherzahl gegenüber 2012 noch einmal angestiegen ist.