Freitag, 16. Mai 2014

The Dirt - Takes You High


 
The Dirt – Takes You High
2014, The Dirt


2010 als Coverband gegründet, liefern die Passauer Rocker von The Dirt mit Takes You High ein bemerkenswertes Debutalbum ab. Gemastert wurde das ganze von dem Dänen Jacob Hansen, der regelmäßig mit bekannten Bands wie Volbeat, Pretty Maids oder Destruction arbeitet.
Bereits 2012 brachten The Dirt eine EP mit dem Namen Beat Is On Fire heraus, die ihnen gute Kritiken und Airplay bei Tom Glas auf Bayern3 einbrachte. Daher wurde das Debut, auf dem die Songs der EP mit enthalten sind, mit einer gewissen Vorfreude erwartet. Und man muss sagen, dass die Erwartungen mit Takes You High mehr als erfüllt werden.
Die vierköpfige Band in der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug bieten ein energiegeladenes, kurzweiliges und frisches Album, voll mit rotzigem Hardrock.
Wie dereinst Manowar auf Kings Of Metal lassen auch The Dirt zur Einstimmung als Intro einen Motor aufheulen, der dann in den Opener Good Times Win übergeht. Ein schneller Song, der von Energie und Geschwindigkeit her an Motörhead erinnert aber durch den ungeschliffenen Gesang von Ace Man auch einen Schuss Punkrock alà Sex Pistols besitzt. Ein viel versprechender und gelungener Anfang. Mit Hail Rock’n’Roll, einem astreinen Heavyrock-Titel mit starkem Refrain, gibt die Band die Losung für den weiteren Verlauf der Scheibe vor. Auch Spellbound kann voll und ganz überzeugen, wobei hier vor allem die Stimme gut zur Geltung kommt. Vielleicht liegt es an dem Pfiff alà Biff Byford, der im Mittelteil des Songs vorkommt, aber auch musikalisch erinnert das Stück durchaus an die NWOBH-Legende Saxon mit einer zusätzlichen Dosis Rock’n’Roll.  
Etwas ruhiger, aber wirklich nur etwas, kommt Citylights daher, mit AC/DC-artigem Grundrythmus, eingängigem Refrain und guter Gitarrenarbeit. Beim nächsten Stück Can’t Stop Us und dem darauf folgenden Titelsong Takes You High geht es wieder mit geballter Power geradeaus nach vorne. Die nächsten vier Titel wurden bereits auf dem erwähnten Erstlingswerk Beat Is On Fire veröffentlicht. Der Titeltrack daraus macht den Anfang, es folgen Nobody Knows, Running High und A Hole Is A Hole, allesamt sehr gute Hard- bzw. Heavy-Rock Songs, wobei Nobody Knows das wohl größte Hitpotential besitzt. 
Als absolutes Highlight überraschen The Dirt zum Schluss des Albums mit einer sehr gelungenen Akustik-Version von Takes You High, bei sich Sänger Ace Man eindrucksvoll auch von seiner gefühlvollen Seite zeigt.     

        
Fazit: The Dirt liefern ein tolles Debut in der Tradition des Rock’n’Rolls von Bands wie Motörhead, AC/DC oder Mötley Crüe. Wer guten Hardrock mag, sollte zuschlagen und sich das Album holen.

Takes You High ist u.a. bei Amazon als MP3 verfügbar.

Tracklist:
  1. Good Times Win (3:36)
  2. Hail Rock & Roll (3:37)
  3. Spellbound (4:16)
  4. Citylights (4:33)
  5. Can’t Stop Us (4:02)
  6. Takes You High (3:01)
  7. Beat Is On Fire (4:11)
  8. Nobody Knows (4:14)
  9. Running High (2:53)
  10. A Hole Is A Hole  (3:34)
  11. Takes You High (Unplugged) (3:00)

Line-Up:

Bernhard „Ace Man“ Atzesberger – Vocals & Guitar
Volker „Volle“ Kilian – Drums
Stefan „Steve“ Vitek – Lead Guitar
Philip “Phil“ Wieland – Bass & Vocals